Raubfischangeln

Hinweise zum Raubfischangeln

Hinweise zum Raubfischangeln
Raubfischangeln (Quelle: © RRF - Fotolia.com)

Raubfische sind Fische, die wie schon am Namen erkennbar, Räuber sind, die ihre Beute jagen. Sie sind von den Friedfischen zu unterscheiden, die keine anderen Fische fressen. Welche Tipps und Tricks es beim Angeln von Raubfischen gibt, erfährst du hier.


Raubfische

Raubfische sind jagende Fische, die sich von anderen, kleineren Fischen ernähren. Doch nicht nur Fische stehen auf ihrem Speiseplan. Auch Insektenlarven, Amphibien, Krebse und andere kleine Wassertiere sind ihre Beute. Man bezeichnet sie auch als Prädatoren. Raubfische kommen sowohl in Salz- als auch in Süßwasser vor. Die bekanntesten Vertreter ihrer Art sind der Barsch, der Wels, die Forelle, der Hecht, der der Zander und der Rapfen. In salzigem Meerwasser leben Raubfische wie Haie, Thunfische und Makrelen.

Raubfische zu angeln kann knifflig sein. Sie sind meist schwerer zu überlisten als Friedfische. Du brauchst die passende Ausrüstung, Vorbereitung und einiges Know-How über die Gewohnheiten des Raubfisches, den du beangeln willst. 


Die Nahrung der Raubfische

Um erfolgreich Raubfische zu angeln, solltest du wissen, wo sich deren Nahrung aufhält. Denn dort wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einen Raubfisch treffen. Der Grund des See ist ein bevorzugtes Jagdgebiet für Raubfische, da sich hier meist die Friedfischschwärme aufhalten. Viele Raubfische lauern ihrer Beute auf oder fressen zu Boden gesunkene Kleintiere. Beides können sie gut auf dem Grund oder in Grundnähe eines Gewässers tun.

Raubfische folgen ihren Beutefischen oder anderen fressbaren Kleintieren. Sie halten sich meist dort auf, wo sie leicht an ihre Beute herankommen, ohne einen allzu großen Energieverlust zu haben. Schutz und genug Raum für Verstecke finden sie ebenfalls in Bodennähe.



Raubfischangeln im Hochsommer (Quelle: © BLINKER TV - Youtube.com)


Raubfische angeln

Trotz einiger Gemeinsamkeiten musst du dir bewusst sein, dass es keine universelle Lösung gibt, mit der man alle räuberischen Fische fangen kann. Die einzelnen Arten sind zu individuell, um sie in einen Topf zu werfen. Jedoch gibt es ein paar grundlegende Tipps, die du beim Raubfischangeln anwenden kannst. Das Spinnfischen und Drop-Shot-Angeln sind beispielsweise ähnliche Methoden, die für die verschiedenen Raubfischarten abgewandelt werden können.


           


Die richtigen Köder

Da Raubfische einen ausgeprägten Jagdinstinkt haben, solltest du dich auf Angelköder konzentrieren, die diesen Instinkt auslösen. Beim Spinnfischen auf Hecht beispielsweise kommen Kunstköder wie Jerkbaits, Blinker, Spinner oder Gummifische zum Einsatz. Beim Raubfischangeln muss man meist aktiv angeln, das heißt, du musst den Köder bewegen. So täuschst du ein fliehendes, verletztes oder totes Beutetier vor. Für diese Art des Angelns brauchst du etwas Feingefühl, aber die meisten Angler haben erst richtig Spaß, wenn es etwas anspruchsvoll wird.

Auch tote Köderfische sind, besonders im europäischen Ausland, sehr beliebt zum Raubfischangeln. Besonders ältere und damit größere Exemplare beißen bei toten Köderfischen. Lebende Fische als Köder zu verwenden ist gesetzlich verboten. Davon solltest du absehen. Viele Raubfische springen gut auf Würmer an. Besonders Barsche nehmen die zappelnden Würmer am Haken als verlockende Beute wahr.



Raubfischangeln (Quelle: © Phimak - Fotolia.com)


Die Angel

Leider hat man mit einer Rute nicht alle Raubfische abgedeckt. Dafür sind die Arten zu unterschiedlich in ihrer Größe und dem Fress- und Bissverhalten. Eine Zander- und Hechtrute ist beispielsweise für das Angeln von Barschen ungeeignet, da sie zu hart und unnachgiebig ist. Willst du beispielsweise Spinnfischen auf Hecht, benötigst du eine Einhandrute mit mittlerer Stabilität. Sie sollte zwischen 2,00 Metern und 2,70 Metern lang sein. Das Wurfgewicht sollte sich zwischen 10 Gramm und 100 Gramm bewegen und sich nach den Ködern richten, die du benutzen willst. 

Beim Grundangeln, dass beim Fangen von Raubfischen oft betrieben wird, benötigst du eine Rute mit Vollaktion. Sie sollte zwischen 3,00 Metern und 330 Metern lang sein und ein deutlich höheres Wurfgewicht als die Rute für das Spinnfischen haben. Durch die längere Rute und die Vollaktion werden dir weite Würfe ermöglicht. Da Raubfische sehr groß werden können, ist es üblich, tote Köderfische von bis zu 250 Gramm zu verwenden. Deswegen solltest du eine Rute mit einem hohen Wurfgewicht von mindestens 50 Gramm bis 250 Gramm auswählen.


Raubfische gibt es in vielen Variationen und Größen. Sie bieten dem Angler meist einen harten Kampf beim Drill und gelten deswegen als besondere Herausforderung. Stell dich individuell auf den Raubfisch ein, den du beangeln willst und mache dich gut gerüstet auf zum Gewässer.

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Lisa Machatschek
Neben meinem Studium mit dem Schwerpunkt Kommunikation, arbeite ich gerne in allerlei redaktionellen Bereichen. Nach der freischaffenden Tätigkeit bei einer lokalen Zeitung, bin ich seit kurzem im Ratgeber-Bereich von kingnetz.de tätig. Mich begeistert das Schreiben und die vielfältigen Themen, in denen Wissen vermittelt werden kann.
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