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Disziplinen des Angelsports

Disziplinen des Angelsports
Sportfischen, Angelsport | Angler | Angeln (Quelle: © vitaliy_melnik - Fotolia.com)

Angeln ist nicht gleich Angeln. Jede einzelne Kategorie beinhaltet zwar die Fischerei und das Ziel, dass der Fisch den Haken aufnehmen soll, sodass er aus dem Wasser gezogen werden kann, jedoch gibt es große Unterschiede in der Technik, der Köderauswahl, der zu angelnden Fische und den Methoden.
Wir geben Ihnen einen kleinen Überblick über die verschiedenen Disziplinen des Angelns.


Brandungsfischen


Das Brandungsfischen ist vor allem aufgrund seines Austragungsortes eine Kategorie für sich.
Geangelt wird hier an einem Strand, einer Seebrücke oder eine Klippe.
Dabei wird der Köder sehr weit ausgeworfen. Um den Fliehkräften beim Auswerfen Stand zu halten wird eine spezielle Schnur benötigt. Diese wird als Schlagschnüre bezeichnet und hat eine besondere Festigkeit. Eine weitere Besonderheit bei dieser Disziplin des Angelsports ist die überlange Angelrute. Diese ist oft doppelt oder dreifach so lang wie bei anderen Methoden des Angelns und kann bis zu 4 Meter lang sein.
Die hier bevorzugt geangelten Fische sind Dorsche wie der Kabeljau und der Wittling, Plattfische und der Wolfbarsch. Teilweise werden auch Aale gefangen.

Drop Shot-Angeln


Das Drop Shot- Angeln beschäftigt sich mit dem Raubfischfang. Dabei liegt der Haken direkt auf dem Vorfach. Es werden spezielle Köder für diese Disziplin des Angelsports verwendet. Sie senden kleine Vibrationen aus. Außerdem wird der Abstand des Köders zum Grund des Gewässers sehr genau abgepasst. Diese Methode des Angelns ist darauf spezialisiert das Jagdverhalten der Raubfische zu ergründen und seine eigene "Jagdmethode" darauf anzupassen.
Besonders wichtig ist dabei die langsame Köderführung. Auch beim Einholen der Fische muss der Angler sehr langsam agieren, damit die Fische nicht vom Köder ablassen.

Feederfischen


Das Feederfischen wendet sich besonders den Weißfischen zu. Als Weißfische werden Fische wie das Rotauge, die Rotfeder, die Zope und viele weitere bezeichnet. Hier wird ein Futterkorb verwendet, welcher Fischfutter auf dem Gewässergrund verteilt um Fische in die Nähe des Köders zu locken. Man benötigt dafür eine spezielle Feederrute, welche sich durch eine feine Rutenspitze und ein verstärktes Rückgrat auszeichnet.
Das Zubeißen der Fische macht sich hier bei nur durch ein Zucken der feinen Rutenspitze bemerkbar.
Das starke Rückgrat ist nötig, um die schweren Futterkörbe auswerfen zu können.

Fliegenfischen


Beim Fliegenfischen macht man zuerst einen Zielfisch ausfindig. Dabei werden meist Forellen oder Äschen geangelt.
Der Köder wird bei dieser Disziplin nicht durch Bleigewichte oder ähnliches beschwert. Das Wurfgewicht wird allein durch die Schnur gewährleistet. Deshalb verwendet man hier eine spezielle Fliegenrute, Fliegenrolle und Fliegenschnur.
Es gibt dabei verschiedenste Wurftechniken. Der Köder imitiert in verschiedensten Weisen Fischnahrung. Oft werden in diesem Gebiet eigene Köder, bestehend aus Feder, Tierhaaren und Plastikbestandteilen, angefertigt.

Spinnfischen


Beim Spinnfischen spielen Köder ebenfalls eine sehr tragende Rolle. Hier werden ausschließlich Kunstköder verwendet, welche den Fisch durch Vibrationen und optische Reize überführen sollen. Dabei werden hauptsächlich Raubfische geangelt.
Die Köderführung ist auch hier sehr anspruchsvoll. Meistens wird bei diesem Angelsport nicht an einer Stelle ausgeharrt. Das Gewässer wird nach Fischen durchforstet, welche anbeißen wollen.


Angelsport | Brandungsfischen | Angeln (Quelle: © petersen123 - Fotolia.com)

Stippfischen


Beim Stippfischen ist die Technik eine große Besonderheit. Es wird eine Angelrute ohne Rolle verwendet. Lediglich eine Schnur wird an die Spitze der Rute geknotet. Dabei ist die Schnur nicht länger zu halten als die Rute selbst.
Als Bissanzeiger werden sogenannte Posen verwendet. Das sind Schwimmer, die auf der Wasseroberfläche treiben und beim Zubeißen der Fische unter Wasser gezogen werden.
Zielfische sind bei diesem Angelsport meist Weißfische.


           


Hegenefischen


Eine Hegene ist eine spezielle Schnur von der seitlich bis zu 5 weitere kürzere Schnüre abgehen.
Diese sind in der Höhe versetzt. Jede einzelne ist dabei mit Köder und Haken versehen.
So können zeitgleich mehrere Fische geangelt werden.

Karpfenanglerei


Der Karpfen ist einer der beliebtesten Fische im Angelsport. Daher hat man ihm eine gesamte Disziplin gewidmet.
Der Karpfen gilt als besonders intelligent. Es scheint als würden die Fische sich schlechte Erfahrungen instinktiv einprägen und deshalb oft Köder meiden, statt anzubeißen. Es ist also eine besondere Herausforderung dieser Disziplin den Fisch an den Haken zu bekommen. Hier wird oft Gebrauch von Rutenhaltern gemacht, da die Ruten möglichst horizontal und ruhig gehalten werden sollten, um die Karpfen nicht zu verschrecken.

Nachtangeln


In dieser Disziplin wird ,wie der Name schon verrät, nachts geangelt.
Fische wie Aale, Zander oder auch Karpfen sind nachtaktiv. Daher hat man nachts oft eine höhere Chance diese Fische zum Zubeißen zu bekommen. Außerdem besteht aufgrund der Sichtverhältnisse ein besonderer Schwierigkeitsgrad und das Nachtangeln hat auch sonst seine atmosphärischen Vorzüge.

Schleppfischen


Beim Schleppfischen angelt man aus einem fahrenden Boot. Der Köder wird dabei hinterher gezogen. Die Bewegung soll dabei Raubfische anlocken. Dabei werden speziell Hechte, Zander und Barsche geangelt.

Es gibt noch weitere spezielle Formen des Angelns wie das Eisfischen oder die Meeresfischerei. Dieser Ratgeber gibt Ihnen allerdings schon einmal Überblick über die üblichen Disziplinen des Angelsports. Es wird auch noch dabei unterschieden, ob zum Verzehr geangelt wird oder ob der Fisch wieder freigelassen wird. Das Ausnehmen und Aufbewahren der Fische ist nochmals ein sehr spezielles Thema, was wir hier nicht weiter anschneiden. Zusammenfassend ist zu sagen, dass der Angelsport ein komplexes Themengebiet ist, was für verschiedene Geschmäcker eine Disziplin innehat.

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