Stippfischen

Das Stippfischen - Angelausrüstung und Köder

Das Stippfischen - Angelausrüstung und Köder
Stippfischen (Quelle: © melnikofd - Fotolia.com)

Das Stippfischen ist eine simple, unkomplizierte Art, Friedfische zu angeln. Besonders für Anfänger, die sich im Angeln noch üben wollen, ist diese Art des Fischens geeignet. Du brauchst dafür weder viel Material, noch jahrelange Erfahrung. Warum auch erfahrene Angler das Stippfischen schätzen und mit welchen Tipps und Tricks du es erfolgreich betreibst, erfährst du hier.


Das Stippfischen

Stippen“, wie das Stippfischen oft verkürzend genannt wird, kannst du an fast jedem Gewässer. Diese Angeltechnik beschränkt sich nicht auf einen bestimmten Gewässertyp. Es kann an Seen, Flüssen und Kanälen betrieben werden. Im Gegensatz zu vielen anderen Angelarten ist das Stippfischen relativ simpel. Mit einer einfachen Stipprute, die zum Stippfischen verwendet wird, hast du eine einfache Angel, die meist sogar ohne Angelrolle auskommt. Die Schnur wird an einer Spitzenöse befestigt.

Das Stippfischen ist eine sehr ursprüngliche Form des Angelns. Stippfischer sehen beim Angeln aus wie das gängige Klischee eines Anglers. Sie haben eine einfache Rute im Wasser, eine Schnur, eine Pose und einen Haken, an dem ein Naturköder befestigt ist. Beim Stippangeln sollten, so die Aussage der meisten Angler, nur Naturköder verwendet werden. Etwas Blei am Haken und der Köder dümpelt unter Wasser vor sich hin. Grundangeln wird beim Stippfischen nicht betrieben. Meist beschränkt man sich auf die Zone unter der Wasseroberfläche und in der Mitte des Gewässers. Möchtest du in tieferen Wasserschichten angeln, benötigst du besondere Stippmethoden.

Obwohl Stippangeln zu den einfachsten und aufwands-ärmsten Angelmethoden gehört, sieht man Stippangler oft mit jeder Menge Ausrüstung am Gewässer ankommen. Das liegt dann daran, dass Stippfischen mit vielen verschiedenen Angeln praktiziert werden kann und die meisten Angler verschiedene Naturköder mitbringen, um die Fische neben dem normalen Ködern noch Anfüttern zu können.


Stippfischen (Quelle: © Kzenon - Fotolia.com)


Die richtige Rute und Technik zum Stippfischen


Stippruten sind die gängige Variante zum Stippfischen. Diese ausziehbaren Ruten  sind sehr puristisch und variieren stark in ihren Ausführungen. Es gibt sie ab 2 Metern Länge bis hin zu Ausführungen im 15-Meter-Bereich. Die Verlängerung der Rute funktioniert mit einer Steckrute, die in Put-Out oder Put-In-Verbindungen ineinander gesteckt werden. Bei dieser Art von Rute wird und kann meist keine Rolle verwendet werden. Die Schnur wird mithilfe eines Knotens an einer Öse befestigt. Möchtest du trotzdem eine Angelrolle verwenden, kannst du eine Stationärrolle erwerben, die an der beringten oder unberingten Stipprute befestigt wird. 

Wenn du dir nicht extra eine Stipprute zulegen willst, tut es auch eine gute Allroundrute, eine Federrute, eine Pickerrute oder eine Bolognese- oder Matchrute. Diese Ruten kannst du mit einer einfachen Rolle versehen und schon hast du eine Rute, mit der du etwas mehr Kontrolle über den Fisch am Haken hast. Denn bei aller Liebe zum simplen Angelvergnügen: Wenn du doch einmal einen dicken Fisch an der Angel hast, kann schnell seinen Köder samt Pose verlieren. 

Gerade bei ausgewachsenen Karpfen solltest du auf einen schweren Drill gefasst sein. Beim Stippfischen kommt es auch darauf an, den Köder richtig zu präsentieren und zu erkennen, wann ein potenzieller Fang auf ihn anspringt. Holst du die Rolle zu früh ein, hat vielleicht noch kein Fisch angebissen. Bist du zu spät dran, hast du eventuell einen kampflustigen Karpfen am Haken. Diese Feinheiten und Spielereien machen aber für die meisten Angler erst den Reiz am Stippfischen aus.



Stippen mit 2 Methoden (Quelle: © Tonis Hunting - Youtube.com)


Welche Köder sind die Richtigen zum Stippfischen?


Bei einer Sache sind sich die Angler einig: Zum Stippfischen werden als Angelköder nur Naturköder verwendet. Hier kommt man allerdings zu einer anderen Ungereimtheit im Bezug auf das Stippfischen. Wenn man mithilfe eines toten Köderfisches auf Raubfische angelt und dabei eine Stipprute und eine Pose verwendet, ist man genau genommen Raubfischer und Stippfischer zugleich. Doch das ist die Ausnahme. Meist wird beim Stippfischen auf Friedfische geangelt. Die beliebtesten Fische, die beim Stippfischen erbeutet werden können, sind Karpfen, Schleien, Rotfedern, Brassen, Rotaugen und alle anderen Weißfische, die weit verbreitet sind. Bei den Naturködern, die du verwenden kannst, sind dir und deiner Kreativität fast keine Grenzen gesetzt. Du kannst Brot, Hanf, Teig, Mais, Made, Würmer, Fischfetzen oder ganze tote Köderfische verwenden.


Das Stippfischen bietet sowohl Anfängern, als auch erfahrenen Anglern jede Menge Angelspaß. Ob beim Zusammenstellen der eigenen Rute oder dem Ausprobieren verschiedener Naturköder, beim Stippfischen kannst du dich in jedem Bereich des Angelsports ausprobieren.


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Lisa Machatschek
Neben meinem Studium mit dem Schwerpunkt Kommunikation, arbeite ich gerne in allerlei redaktionellen Bereichen. Nach der freischaffenden Tätigkeit bei einer lokalen Zeitung, bin ich seit kurzem im Ratgeber-Bereich von kingnetz.de tätig. Mich begeistert das Schreiben und die vielfältigen Themen, in denen Wissen vermittelt werden kann.
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