Fliegenfischen | Fliegenbinden | Fliege | Angelmethode

Wie funktioniert Fliegenfischen?

Wie funktioniert Fliegenfischen?
Fliegenfischen | Angeln | Angelmethode (Quelle: © trofimov_pavel - Fotolia.com)

Fliegenfischen ist eine der beliebtesten Disziplinen des Angelsports.
Diese ist vor allem in Europa weit verbreitet und benötigt eine sehr spezielle Ausrüstung.
Wir stellen Ihnen die Methodik des Fliegenfischens vor und zeigen Ihnen was noch alles mit dem Fliegenfischen zusammenhäng
t.

Arten des Fliegenfischens


Das Fliegenfischen wird je nach angewendeten Ködern in verschiedene Bereiche eingeteilt.


Trockenfliegenfischen


Das Trockenfliegenfischen gilt als die klassische Form des Fliegenfischens.
Dabei werden künstliche Fliegen verwendet, welche auf der Wasseroberfläche treiben. Diese können mit Fett oder Tierhaaren versehen werden, um den Auftrieb zu verstärken. Dabei soll ein Wasserinsekt imitiert werden.

Nassfliegenfischen


Das Nassfliegenfischen unterscheidet sich vom Trockenfliegenfischen in dem Punkt, dass die hier eingesetzten künstlichen Fliegen nicht auf der Wasseroberfläche treiben, sondern unter Wasser sinken.

Nymphenfischen


Nymphen sind künstliche Köder, die wie Nassfliegen unter Wasser sinken.
Sie sollen allerdings keine ausgewachsenen Insekten, sondern Insektenlarven imitieren.
Nymphen werden oft mit Bleidraht beschwert, um eine bestimmte Wassertiefe zu erreichen.

Streamerfischen


Streamer sind künstliche Köder, die kleine Fische oder sogar Mäuse imitieren sollen.
Streamer sind dabei meist mit hellen Farben und anderen optischen Reizen versehen, sodass Raubfische dazu verleitet werden, anzubeißen.
Diese Köder gelten nur als Fliegen, wenn sie mit speziellen Fliegenbinder-Materialien hergestellt wurden.
Das Herstellen der Köder hat beim Fliegenfischen eine ganz besondere Bedeutung.

Fliegenbinden

Fliegenfischen | Fliegenbinden | Fliege (Quelle: © Björn Wylezich - Fotolia.com)


Beim Fliegenfischen ist es fast schon eine Disziplin für sich seine Köder selbst herzustellen.
Dabei werden Materialien wie Fell, Vogelfedern, Kunststoff und Angelhaken an einem Bindestock befestigt.
Hierbei wird oft die Möglichkeit eingeräumt den Haken rotieren zu lassen.
Das vereinfacht das Binden des Köders und dessen Betrachtung.
Für Fliegen werden Spezialhaken benötigt. Diese gibt es in den Größen 26 bis 9|0.
Die Köder werden durch Polyfilament gebunden. Das sind eine Vielzahl an Fäden, die parallel zueinander verlaufen.

Diese tragen nicht zu stark auf dem Haken auf und sparen Gewicht ein.
Das binden von Fliegen ist nochmal eine Sache für sich und wird von vielen Fliegenfischern mit Leidenschaft verfolgt. Die Köder können an den Zielfisch oder an das Gewässer angepasst werden und verleihen dem Angler eine eigene persönliche Note.
Eine weitere Besonderheit beim Fliegenfischen sind die Angelschnüre.



          


Angelschnüre beim Fliegenfischen


Angelschnüre werden beim Fliegenfischen anhand ihrer Querschnittsverläufe voneinander unterschieden.
Level Schnüre, welche mit "L" gekennzeichnet werden, haben dabei über die gesamte Schnürlänge einen gleichbleibenden Querschnitt,


WF-Schnüre dagegen, kurz für "weight forward" - also "Gewicht nach vorn", werden nach vorne hin dicker. Diese Schnüre werden auch als "Keulenschnur" bezeichnet, sind weit im Sport des Fliegenfischens verbreitet und gut für Anfänger geeignet.


"Long Belly"-Schnüre sind besonders bauchige Schnüre, welche in der Mitte der Schnur einen dickeren Querschnitt haben.
TT-Schnüre werden auf 12 Metern Länge kontinuierlich dicker und sind besonders gut für Rollwürfe geeignet.

Eine weitere Einteilung für Angelschnüre beim Fliegenfischen ist das Auftriebverhalten. Man unterscheidet hier zwischen schwimmenden und sinkenden Schnüren. Bei den sinkenden Angelschnüren unterscheidet man nochmals in verschiedene Sinkgeschwindigkeiten.
Die Fliegenruten werden dabei meist an die verwendete Schnur angepasst.
Die Schnur spielt eine besondere Rolle beim Fliegenfischen, was auf die Wurftechnik zurückzuführen ist.

Wurftechnik beim Fliegenfischen


Anders als bei anderen Disziplinen des Angelsports wird beim Fliegenfischen beim Auswurf das Eigengewicht der Angelschnur genutzt.
Dabei ist der Arm an der Rute zunächst angewinkelt und die Angelrute zeigt auf die Wasseroberfläche.
Die Spitze wird nun in einem fließenden Bewegungsvorgang angehoben und in Blickrichtung nach vorn und zurück geschwungen.
Dabei öffnet sich das Handgelenk erst beim Stoppen der Bewegung.
Die Schnur wird durch die Vor-und Rückbewegung beschleunigt und wird durch öffnen des Handgelenks ausgeworfen.


Danach wird die Rute langsam gesenkt.
Um das Ausrollen der Schnur zu fördern, sollte man beim Absenken möglichst Widerstand geben.
Für größere Wurfdistanzen kann ein Schnurkorb verwendet werden oder die Schnur wird in großen Schlaufen in der Schnurhand, sprich der Hand, die nicht die Rute führt, gehalten.
Durch die Beschleunigung beim Auswurf kann die Schnur so einfacher ausgeworfen werden, als wenn sie fest auf die Rolle gespult ist.
Der Wurf wird dadurch verlängert.
Mit dieser Technik sind Wurfweiten bis zu 30 Metern erreichbar.
Die Technik im Fliegenfischen setzt sich aus verschiedenen Wurftechniken wie dem Altenglischer Stil, dem Gebetsroither Wurfstil, der TLT-Technik und dem Unterhand-Wurfstil zusammen.

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