Kunstköder

Ratgeber für Kunstköder

Ratgeber für Kunstköder
Kunstköder (Quelle: © dima_pics - Fotolia.com)

Kunstköder sind eine beliebte Alternative zu Lebendködern. Anstatt Würmer, Insekten oder tote Beutefische an den Haken zu hängen, verwendet man Imitationen aus den verschiedensten Materialien. Welche Arten von Kunstködern es gibt und für welche Zielfische sie geeignet sind, erfährst du hier.


Der Kunstköder

Kunstköder gibt es in einer schier unendlichen großen Vielfalt. Sie unterscheiden sich in Form, Größe, Material, Gewicht, Einsatzgebiet und Brauchbarkeit. Welcher Köder verwendet wird, hängt von dem Zielfisch ab, den du angeln möchtest. Meist entwickelt jeder Angler über die Zeit eine Präferenz für eine bestimmte Art von Kunstködern. 

Die Liste der Vorteile von Kunstködern gegenüber „natürlichen“ Ködern ist lang. Die Verwendung von Kunstködern ist hygienischer und überall erlaubt. Möchte man Fische oder andere Beutetiere an den Haken hängen, muss man sich meist erst informieren, ob das an dem zu beangelnden Gewässer erlaubt ist. Eventuell muss sogar eine Genehmigung eingeholt werden. Mit Kunstködern spart man sich diesen Aufwand. 


           


Kunstköder sind meist mit einem Haken ausgestattet und werden vorwiegend dafür genutzt, Raubfische zu angeln. Sie bestehen aus synthetischen Materialien, Holz, Plaste, Metall oder Federn. 

Auch für das Angeln von Friedfischen gibt es geeignete Kunstköder, die deren Beutetiere imitieren. In diesem Fall kleine Würmer oder Maden. Für das Angeln von Raubfischen ist es nicht ausschlaggebend, dass der Kunstköder dem Beutetier allzu ähnlich sieht. Entscheidend ist die Bewegung des Köders im Wasser. Durch gezieltes Ziehen, beispielsweise beim Spinnfischen, wird der Jagdtrieb der Raubfische geweckt und sie lassen sich zu einem Biss verleiten.


Kunstköder (Quelle: © monocoupe - Fotolia.com)


Arten von Kunstködern


Blinker:  Dieser traditionsreiche Köder wird schon seit vielen Jahren hergestellt und beim Angeln verwendet. Ihre äußere Form erinnert an einen kleinen Fisch, der durch ein Metallblatt dargestellt wird. Auch Federn schmücken den Blinker oft und er ist in grellen Farben bemalt. Zieht man an der Schnur, entsteht eine sehr wackelige, ungerade Bewegung. Diese soll einen kränklichen, schwachen Fisch imitieren. Barsche und Hechte lassen sich sehr gut mit dem Blinker angeln.

Fliegen: Den Verwendungszweck von Fliegen kann man am Namen erraten. Sie sollen Insekten und Insektenlarven imitieren. Mit einer speziellen Bindetechnik werden Federn, Haare oder Fellstücke auf einen Haken gebunden und ermöglichen so die leichte Bewegung eines Insektes. Fliegen werden beim Fliegenfischen verwendet. Man unterscheidet Nass-und Trockenfliegen. Nassfliegen sinken und Trockenfliegen werden mit einer Beschichtung aus Fett dazu gebracht, auf der Wasseroberfläche zu treiben.

Spinner: Dieser Köder wird auch Spinnerblatt genannt. Dieses Blatt aus Metall dreht sich, wenn es einer Zugkraft ausgesetzt ist. Die Bewegung der Rotation und die dadurch ausgelöste Druckwelle sollen Raubfische zum Biss verleiten.


Dietmar Isaiasch verrät seine besten Kunstköder (Quelle: © derraubfisch - Fotolia.com)


Pilker: Zum Meeresangeln verwendet man Pilker. Dieser Köder soll einen kränklichen Fisch imitieren, der gerade nach unten sinkt.

Wobbler: Dieser Köder hat eine Tauchschaufel, die für die Bewegung des Köders verantwortlich ist.  Der längliche Kunstköder wird meist aus Holz oder Kunststoffen gefertigt. Die langgezogene Form ist der eines kleinen Fisches nachempfunden. Die unruhige Bewegung des Wobblers soll einen verwundeten Fisch imitieren, der Raubfische anlockt.

Jerkbaits: Er ähnelt dem Wobbler, ist aber größer und hat keine Tauchschaufel. Damit sie Fische anlocken, müssen sie ruckartig durchs Wasser gezogen werden. Es gibt sie in einer schwimmenden und einer sinkenden Variante. Die Art der Köderführung ist fast eine Kunstform bei den Jerkbaits. Sie kann weich oder sehr abrupt ausgeführt werden. 

Oberflächenköder: Diese Köder werden auch als Popper bezeichnet. Sie sinken niemals ab und bleiben auch bei starkem Zug an der Oberfläche. Durch Ziehen holen sie kleine Luftblasen nach oben und sollten so Fische anlocken.

Drop-Shot-Köder: Beim Drop-Shot-Angeln wird die Rute sehr langsam durchs Wasser gezogen. Die Drop-Shot-Köder haben eine längliche Form und sind so in der Lage, auch bei einer langsamen Rutenführung eine starke Bewegung zu erzeugen.

Gummiköder: Auch Gummiköder können zum Drop-Shot-Angeln verwendet werden. Sie bestehen aus sehr weichem Material, wie purem Gummi oder Silikon. Es gibt Softjerks, Shads und Twister. Diese sollen kleine Fische und Würmer imitieren.


Für welchen Köder du dich entscheiden solltest, hängt von vielen Faktoren ab. Meist merkst du nach einigem Ausprobieren, mit welchem Köder du am besten umgehen kannst. Dir steht eine große Auswahl an bunten Kunstködern zur Verfügung.

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Lisa Machatschek
Neben meinem Studium mit dem Schwerpunkt Kommunikation, arbeite ich gerne in allerlei redaktionellen Bereichen. Nach der freischaffenden Tätigkeit bei einer lokalen Zeitung, bin ich seit kurzem im Ratgeber-Bereich von kingnetz.de tätig. Mich begeistert das Schreiben und die vielfältigen Themen, in denen Wissen vermittelt werden kann.
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